Reise nach Südostasien
Kontaktaufnahme
Im Zuge meiner Reise nach Südost-Asien, Đà Nẵng, Vietnam, Bangkok, Thailand und Singapore, habe ich mir gedacht, ich könnte mich mit den jeweiligen Tesla Owners Clubs vor Ort zum Austausch treffen. Daher versuchte ich, die Kontakte über ‚X‘ und Facebook zu finden und schrieb eine E-Mail als erste Kontaktaufnahme.
Leider bekam ich vom Owners Club in Thailand keine Rückmeldung, jedoch war der Owners Club aus Singapore sehr erfreut über die Nachricht und bald hat ich regen Austausch mit dem Vizepräsident. Schlussendlich arrangierte er ein Nachtessen in einem Restaurant, welches einem der Club-Mitgliedern gehört.
Erstauslieferungsfeier des neuen Model Y
Kurz vor meiner Abreise bat Tesla Singapore den Club, sie während einem exklusiven Anlass zu unterstützen. Es handelte sich dabei um die Erstauslieferungsfeier des neuen Model Y Launch Series in Singapore im Tesla Experience Centre! Und ich wurde auch eingeladen, was ich natürlich nicht ausschlagen konnte (ich hatte sowieso noch keine konkreten Pläne in Singapore ausser meine Arbeitskollegen zu besuchen). Die Vorfreude war gross, mich mit den Club-Kollegen und anderen Tesla Fahrer auszutauschen.

Vietnam
Meine Reise führte mich jedoch zuerst nach Đà Nẵng in Vietnam, wo ich das erste Mal war. Ich war sehr positiv überrascht von Vietnam, ein Land welches zuerst von den Franzosen kolonisiert wurde und einen schlimmen Krieg über sich ergehen lassen musste. Die Leute sind sehr freundlich und zuvorkommend, das Essen schmeckt hervorragend. Nebst den grössten Reisexporteur ist Vietnam auch für deren Kaffee bekannt, der 2. grösste Produzent der Welt. Vietnam hat auch sein eigenes Elektroautounternehmen, nämlich VinFast, welche sich sehr hohe Ziele gesetzt hat betreffend Elektrifizierung im Lande sowie auch Exporte nach anderen Ländern wie Indonesien, Thailand oder auch nach Europe. Viele Taxis sind von VinFast, ich selber konnte mit einigen fahren.


Thailand
Danach ging es nach Bangkok, Thailand. Es ist diese Mischung aus lebendiger Kultur, reicher Geschichte und menschlicher Verbundenheit, die Bangkok unwiderstehlich liebenswert macht. Die aufrichtige Gastfreundschaft der Menschen – oft ein herzliches „sawasdee“ oder ein gemeinsames Lachen – gibt einem das Gefühl, inmitten des Großstadtdschungels willkommen zu sein. Leider konnte ich niemanden vom Tesla Owners Club Thailand erreichen, sodass diese Treffen ins Wasser fiel. Ich habe mittlerweile jedoch einen Kontakt, daher werde ich dies sicherlich in nächsten Jahr nachholen.

Singapore
In Singapore war ich schon mehrmals, geschäftlich wie auch privat, und ich fühle mich dort schon fast wie zu Hause. Pünktlich um 18.30 Uhr wurde ich von Caleb, dem Vizepräsident des Tesla Owners Club Singapore, bei meinem Hotel abgeholt. Leider nicht in einen Tesla, da er am nächsten Tag sein neues Model Y Juniper in Empfang nehmen konnte. Es dauerte ca. 15 Minuten bis wir die „Capitol Arcade“ im Kulturviertel im Herzen von Singapore erreichten. Dort ging es zum Restaurant „Holy Crab“ (https://www.holycrab.sg/) welches vom Club-Mitglied und Chef Elton und seiner Frau geführt und besitzt wird.
Info: Singapore Chilli Crab: Chillikrabben sind eines der bekanntesten und beliebtesten Nationalgerichte Singapurs. Es besteht aus Schlammkrabben (in der Regel aus Sri Lanka), die in einer reichhaltigen, süßen, herzhaften und leicht scharfen Tomatensoße gebraten werden. Trotz des Namens ist das Gericht nicht überwältigend scharf – es geht vielmehr um die geschmackliche Ausgewogenheit der Zutaten.
Das Restaurant wurde gerade kürzlich prämiert für die besten Chillikrabben in Singapore! Chef Elton hat nebst der traditionellen Chilli-Crab Sauce auch eine eigene Kreation kreiert, eine pikante grüne Chillisauce.
Im Restaurant traf ich auch den Präsidenten des Clubs, Jie Meng, sowie weitere Clubmitglieder. Wir hatten vieles zu diskutieren, der Austausch war sehr interessant und lehrreich. Die Clubmitglieder sind praktisch alle Geschäftsleute und führen eine eigene Firma. Der Club gab es bereits vor dem offiziellen Markteintritt von Tesla im Jahre 2021, viele importierten die Autos aus China. Der Club hat ca. 600 Mitglieder welche einen Tesla besitzen, jedoch hatte Tesla selber nicht grosses Interesse am Club, was sich jedoch später änderte mit dem Markteintritt in Thailand und Malaysia (später mehr dazu).
Chef Elton servierte uns verschieden Kreationen seiner Gerichte, welche alle vorzüglich schmeckten. Das Highlight war natürlich die „Mantou“ mit dem Tesla Logo.
Mantou sind einfache, weiche, gedämpfte chinesische Brötchen, die in der Regel aus Mehl, Wasser und Backtriebmitteln hergestellt werden. Sie sind ein Grundnahrungsmittel in Nordchina und werden oft als Brotersatz oder als Beilage zu verschiedenen Gerichten verzehrt. Mantou können pur, gebraten oder sogar in Sandwiches verwendet werden. Ein rundum gelungener Abend!





New Model Y Launch Series – First Delivery Celebration
Am nächsten Tag war es dann soweit: Erstauslieferungsfeier des neuen Model Y Launch Series in Singapore.
Zur Information: Ein Auto zu besitzen ist in Singapur bekanntermaßen schwierig und teuer, was auf eine Kombination von gezielten Maßnahmen der Regierung zurückzuführen ist, die darauf abzielen, die Verkehrsüberlastung zu kontrollieren, die Umweltbelastung zu begrenzen und die Flächennutzung zu steuern.
Um in Singapur ein Auto zu besitzen, muss man sich um einen Berechtigungsschein (COE – certificate of entitlement) bewerben, welches einem das Recht gibt, ein Fahrzeug 10 Jahre lang zu besitzen und zu nutzen. Die Preise für COEs schwanken je nach Nachfrage und können zwischen 80.000 und 150.000 SGD (CHF 51’000 bis 96’000) liegen, vielmals mehr als die Kosten für das Auto selbst. Zudem kommen hohe Steuern und Abgaben hinzu, welche den tatsächlichen Preis des Autos im Vergleich zu vielen anderen Ländern verdoppeln oder verdreifachen können. Der Vorteil eines Tesla-Besitzers sind die hohen Benzinpreise, welche stark besteuert werden. Eine Kilowattstunde an einem der 11 SuC kostet durchschnittlich SGD 0.48 (CHF 0.31), also viel billiger als Benzin, Literpreis SGD 2.71 (CHF 1.73). Aber nun zurück zum Event…
Der Event war sehr professionell von Tesla organisiert, etwas was wir in unseren Breitengraden nicht (immer) behaupten können. Es gab viele Händler und Kleinbetriebe, die teilnahmen um ihre Produkte zu präsentieren. Sogar ein Hairstylist war vor Ort, Mann oder Frau muss natürlich stylish daherkommen, wenn man einen neuen Tesla übernimmt! Was mir auffiel war, dass die ganze Kontroverse um Elon und sein politische Engagement die Leute überhaupt nicht interessierte, sondern vom Produkt Tesla überzeugt sind.



Gespräch mit dem Tesla Country Manager
Ich konnte mich auch mit dem Country Manager von Tesla in Singapore unterhalten, welche mir erklärte, dass Tesla fortan die Führung der Owners-Clubs analog wie schon in Thailand und Malaysia übernehmen wird. Es handelt sich nicht um einen Club wie unsere Tesla Owners Clubs, sondern um ein Mitgliedschaftsprogramm, das mit Unternehmenspartnern zusammenarbeitet. Die Mitgliedschaft ist für jeden Tesla-Besitzer gratis, Tesla versucht so, mehr Anreize zu schaffen, einen Tesla zu kaufen. Durch die verschiedenen Unternehmenspartner bekommt man Ermässigungen, wie z.B. bei Starbucks, Shopping-Malls oder Hotels.
Nach der Ansprache des Country Manager ging es dann endlich zur Lauch Bay wo die Besitzer ihre neuen Fahrzeuge in Empfang nehmen konnten. Die jeweiligen Fahrzeuge waren alle mit einer roten Schlaufe versehen.
Sogar der Sohn des Premierministers holte sein neues Model Y Juniper ab! Es war sehr beeindruckend, wie Tesla diesen Event gemeistert hat, man fühlte sich wirklich noch wertgeschätzt, dass man sich einen Tesla gekauft hat!






